Nach den symphonischen Höhenflügen jetzt also zurück zu den Wurzeln: Jeff Beck hatte zur Party in den New Yorker Iridium Jazz Club geladen. Jahrelang war hier der sanfte Gitarrenrevolutionär Les Paul regelmäßig aufgetreten und ihm zu Ehren versammelt Beck noch einmal die Songs seiner Jugend. Alles nur Nostalgie?
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| Jeff Beck – Rock'n'Roll Party |
Eine illustre Schar von Musikern hatte Jeff Beck hier geladen, um Les Paul zu ehren, der im Jahr zuvor an einer Lungenentzündung gestorben war. Keine Spur von Wehmut, jedenfalls an der Oberfläche, zieht sich durch dieses Konzertprogramm – eher jene Art von hintersinnig vitalem Humor, jene Gelassenheit, die der Virtuose und Gitarrentüftler Zeit seines Lebens auf der Bühne, in seinen Fernsehsendungen und in Interviews ausstrahlte. Mochten die Songs von Les Paul und seiner Frau Mary Ford in ihrer Leichtigkeit und Beschwingtheit gelegentlich etwas zu idyllisch daherkommen, die Gitarrenparts darin aber waren von blendendem Einfallsreichtum. Fast ehrfurchtsvoll getreulich interpretieren Jeff Beck und die Band der Sängerin Imelda May die alten Standards wie „Bye Bye Blues“, „Tiger Rag“, „Cry Me A River“ oder „Vaya Con Dios“ und erinnern so ein wenig an die hoffnungsvolle Naivität der 50er-Jahre-Schlagerseligkeiten. Aber dann, wie es sich für eine „Party“ geziemt, legt Jeff Beck eine etwas rauere Gangart ein, animiert seine Gäste Brian Setzer, Trombone Shorty und Gary U.S. Bonds zu einem Streifzug durch die Gefilde von Rock'n'Roll, Boogie Woogie, Blues und Rockabilly. Niemand versucht hier angestrengt, jene altbekannten Ewigkeitsklassiker wie „Peter Gunn“, „The Train Kept A Rollin“ oder „Apache“ in einem neuen Licht erstrahlen zu lassen – Jeff Beck und seinen Gästen genügt der wohlige Schein der Historie, der über allem liegt. Genug jedenfalls, um eine freudvoll ausgelassene Stimmung zu verbreiten, von der offenbar alle Beteiligten infiziert waren. So wurde denn aus dieser Hommage zum 95. Geburtstag von Les Paul eine Nostalgie-Veranstaltung, zweifellos. Aber eine Vergangenheitsbeschwörung der heiteren Art, bei der Jeff Beck so klar wie selten zeigte, wie viel an Ideen er eigentlich immer schon der souverän vertrackten Leichtigkeit eines Les Paul zu verdanken hatte.
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1 Double Talking Baby 2:07 2 Crusin' 2:13 3 The Train Kept A Rollin 2:36 4 Cry Me A River 2:46 5 How High The Moon 2:10 6 Sitting On Top Of The World 2:23 7 Bye Bye Blues 2:12 8 The World Is Waiting For The Sunrise 2:21 9 Vaya Con Dios 2:57 10 Mockin' Bird Hill 2:23 11 I'm A Fool To Care 2:59 12 Tiger Rag 2:22 13 Peter Gunn 4:49 14 Rocking Is Our Business 3:38 15 Apache 3:07 16 Sleep Walk 2:50 17 New Orleans 4:34 18 Walking In The Sand 4:39 19 Please Mr. Jailor 4:54 20 Twenty Flight Rock 3:44 |
| Gesamtspielzeit: 61:55 |
| ATCO 8122-797845-7 |
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